Euch ein zärtliches und erholsames Weihnachtsfest und ein erfreuliches Jahr 2010!
Bin erst die Tage aus dem Krankenhaus gekommen, wo ich wegen eines Bauchdeckenbruchs operiert worden war. Das ist so was ähnliches wie Leistenbruch (hatte ich auch schon mal), nur halt oberhalb des Bauchnabels. Seitdem hatte ich nur Bürokratie – Gedöns wegen meiner Krankschreibung und meinem ALG II – Antrag fürs nächste halbe Jahr, welcher bei der ARGE anscheinend auf dem weiten Weg über den Flur verschollen ist. Anders als sonst, wo Weihnachten mich als Nichtchrist einfach nur ankotzt, bin ich dieses Jahr froh, dass ich jetzt mal ein paar Tage nirgendwo antanzen muss. Pedro de la Hossa ist in Duisburg, hat lobenswerterweise meinen mackenbehafteten Rechner wieder halbwegs flott gemacht und mir die neue Eisenpimmel CD „Füße hoch, Fernsehen an, Arschlecken“ geschenkt.
Ob 2010 für mich erfreulich wird, ist eher zweifelhaft und hängt von der Nachrichtenlage ab, siehe Link. 2009 werde ich auf jeden Fall als das Jahr in Erinnerung behalten, in dem ich froh war, wenn es keine schlechten neuen Nachrichten gab.
Nasen-Küsschen
Hanzel
I*** hat sogar einen Tobsuchtsanfall deswegen gekriegt, nachdem mein Cousin, der Mathematisch – Technische Assistent, uns auf der Geburtstagsfeier meines Onkels empfohlen hat, uns einen ebensolchen zuzulegen. Wenn die sich nicht mal vom DEM überzeugen lässt, obwohl sie auf den allemal eher hört als auf mich, dann bin ich ich echt mit meinem Latein am Ende. Wäre nett, wenn Ihr nicht immer so tun würdet, als hätte ich die Befugnis, über die Verlegung eines DSL – Anschlusses bei uns zu Hause zu entscheiden, und wäre nur zu dämlich, den Sinn eines Ebensolchen einzusehen. Geht mal davon aus, dass ich, wenn I*** stirbt, ZUERST einen DSL – Anschluss und DANN den Leichenwagen bestelle!
Meine neuste Waffe gegen Attacken der bösen Arbeit heißt ANTI-BIMMEL! Seit Montag stecke ich – außer am Wochenende oder an Feiertagen – von morgens bis ca. 16.00 – 17.00 Uhr den Modem – Adapter, damit das Telefon nicht klingelt, wenn gar garstige Arbeitgeber, bei denen ich mich zu bewerben genötigt wurde, meinen, uns telefonisch belästigen zu müssen. Wenn I*** nämlich drangeht, sagt sie nämlich treudoof, wie sie nun mal ist: „Ja, ich hole meinen Sohn!“, „Soll mein Sohn Sie zurückrufen?“ und ähnlich dumme Dinge, obwohl ich ihr seit Jahr und Tag beizubringen versuche, dass das „Mein Sohn ist verstorben!“ heißt! Ist übrigens ein schlagendes Argument GEGEN einen DSL – Anschluss! Bis jetzt hat I*** nix gemerkt, hoffentlich bleibt es noch recht lange so, denn ich wurde in letzter Zeit in der ESO zum Schreiben relativ vieler Bewerbungen genötigt!
Samstagnacht erhielt ich über Festnetz einen Anruf von einer nach eigenen Angaben blonden Tamara, die meine Telefonnummer im Altenberg von mir gekriegt haben will (Durchaus möglich, immerhin wusste sie meinen Namen. Ich erinnere mich nun wirklich nicht mehr an alle Tusen, denen ich im Altenberg mal meine Telefonnummer gegeben habe.). Die fragte mich, ob ich Bock auf Poppen und ihre Pussy lecken hätte. Als sie mich dann aufforderte, meine Hose runter zu ziehen und Telefonsex mit ihr zu machen, habe ich dann aufgelegt, heiße schließlich nicht Jens und stehe daher nicht freiwillig für Verarschungen zur Verfügung.
Aber wäre es nicht hinreißend schön, wenn es wirklich Nymphomaninnen gäbe, die einen anrufen, weil sie es dringend besorgt kriegen müssen? Halt zu schön, um wahr zu sein…
Der war mir neulich in der Tat abhanden gekommen, als mich eine unseriöse Briefkastenfirma aus Merzenich im Kreis Düren dazu nötigen wollte, in ihrem Austrage in Essen auf der Messe „Schweißen und Schneiden“ als Standwache zu arbeiten. Die hielten es nicht einmal für nötig, mir eine Bezahlung zu versprechen! Da siehste mal, wie selbstverständlich manche Arbeitgeber von Arbeitslosen heute schon erwarten, für umsonst zu kommen! Besonders pikant: die Firma aus Merzenich legte großen Wert darauf, dass ich auf der Messe Essen keinem erzählen sollte, dass DIE mich geschickt hatten. Ich sollte mich als Mitarbeiter einer ganz anderen Firma auszugeben. Versteht Ihr jetzt, warum ich nicht „ins Uhrwerksystem“ integriert werden will? Ich lass’ mich nicht verarschen, vor allem nicht beim Preis! Reicht mir schon, dass ich dauernd von Arbeitsvermittlern ernsthaft dazu aufgefordert werde, mich freiwillig verarschen zu lassen! Falsche Freunde, die das ebenfalls tun, brauche ich ungefähr so nötig wie ein Loch im Kopf!
Just think about it!